Darmstadt

In den zwanziger Jahren prägt der Maler das Darmstädter Kunstgeschehen engagiert mit.

Seit 1921 Mitglied der Darmstädter Sezession steigt er rasch zum Sprecher der Darmstädter Künstler auf. Mit seinem eindrucksvollen Porträt des ersten hessischen Staatspräsidenten Carl Ulrich schuf Thesing 1922 ein republikanisches Herrscherbildnis.
Graphische Arbeiten veröffentlicht er im Verlag Die Dachstube, zu deren Künstler- und Literatenkreis um Joseph (Pepy) Würth, Kasimir Edschmid, Theodor Haubach, Carlo Mierendorff, Hans Schiebelhuth u.a. er zählte; für Inszenierungen am Stadttheater Mainz und am Landestheater Darmstadt entwirft er Bühnenbilder.

Als einer der ersten erhält er für seine Verdienste 1924 den Georg-Büchner-Preis des Volksstaates Hessen. Die erste Einzelausstellung wird 1926 in der Kunsthalle Darmstadt gezeigt.

Paul Thesing
Carl Ulrich, 1922